
Halloween also. Der übliche Kürbis-Zirkus ist in vollem Gange. Dabei wissen die wenigsten um den Ursprung des Brauchs. Die meisten Menschen glauben, dass Halloween ein amerikanischer Brauch sei. Das stimmt nicht. Das Wort „Halloween“ leitet sich von „All Hallows Evening“ ab, dem Abend vor Allerheiligen. Der Name ist somit zwar katholischen Ursprungs, aber der Brauch geht zurück bis ins fünfte Jahrhundert vor Christus, als die Kelten an diesem Tag das Samhain, das Neujahr der Hexen, begingen.
Infos zum kulturellen Hintergrund: https://www.history.com/topics/holidays/samhain
Die Kelten glaubten, dass am 31. Oktober die Welt der Lebenden mit der Welt der Toten zusammentrifft und dass die Seelen der Toten an dem Tag versuchen würden, von den Seelen der Lebenden Besitz zu ergreifen, um sich somit ein weiteres Leben zu ergattern.

Deutsche Inkarnationen sind nicht mehr gefragt.
Deutsche Körper standen an Halloween immer hoch im Kurs, denn in Deutschland geboren zu sein, wurde unter den Seelen wie ein Sechser in der Genlotterie gehandelt. Aber die Zeiten sind vorbei. Viel zu gefährlich. Denn, wenn man hierzulande inkarniert, muss man damit rechnen in den Krieg geschickt zu werden. Die deutsche Führungsriege hat nämlich beschlossen, sich in die Konflikte anderer Kulturen einzumischen. Also nicht in alle, bei ein paar Folterknechten schaut man weg, aber bei ein paar anderen schaut man dafür ganz genau hin. Aber natürlich nur da, wo es uns wirklich was angeht. Klar, die Ukraine ist uns näher als Syrien, nicht nur geografisch, sondern auch ethisch und kulturell. Taiwan natürlich auch. Hongkong sowieso. Und Iran? Schauen wir mal, das wird gerade noch geprüft.

Qatar: Keine Alkoholexzesse während der WM.
Qatar fand man früher auch mal daneben, aber jetzt nicht mehr. Ist alles halb so schlimm dort, wie man mittlerweile befand. Gut, es gibt zwar die Todesstrafe, aber die wird ja in USA auch praktiziert. Und wegen Ehebruchs und Alkoholkonsum werden in Qatar schließlich auch nur Einheimische ausgepeitscht. Den ausländischen Fußballfans sollen ein paar Bier zugestanden werden. Also zumindest eines vor dem Spiel und eines nach dem Spiel. Alkoholexzesse sind verboten. Wer sich nicht daran hält, landet hinter Gittern. Zudem berichten einschlägig bekannte Hooligans bereits, dass ihnen Hotels die Reservierung verweigern.
„Sex steht nicht auf dem Programm.“
Vor außerehelichem Sex warnt die FIFA ausdrücklich. Das würde mit sieben Jahren Gefängnis bestraft werden. „Sex steht nicht auf dem Programm, es sei denn, sie kommen als Ehepaar. Bei diesem Turnier wird es definitiv keine One-Night-Stands geben“, wird der lokale Polizeichef in der englischen Presse zitiert. Von der Peitsche will man bei ausländischen WM-Fans trotzdem absehen. Klar, man will sich ja zivilisiert und weltoffen präsentieren. Sogar die LBTQ-Szene sei willkommen, wie Emir Sheikh Tamim bin Hamad Al Thani betonte. Aber er rate davon ab, Regenbogenfahnen mitzubringen. Einfach, um niemand zu provozieren. Außerdem soll bloß keiner Koks mitbringen, sonst hacken wir ihm die Rübe ab. Auf die Einfuhr von Kokain steht nämlich steht die Todesstrafe.

Mit genügend Geld ist dennoch alles möglich.
Wenn man eines der VIP-Pakete von der FIFA erstanden hat, gelten andere Regeln. Wer 60.000 Euro für ein Halbfinale plus Endspiel hinblättert, bekommt in seiner Loge auch während des Spiels Champagner serviert. Auf Wunsch auch gerne in Begleitung von ukrainischen oder asiatischen Callgirls. Die muss man nicht extra einfliegen lassen, sie sind vor Ort einfach zu buchen. In zahlreichen Escort Services. Auch ohne Trauschein. Wobei einige der Grazien tatsächlich auch den Preis für eine Heirat in ihren Online-Profilen erwähnen. Direkt neben ihren favorisierten Sexpraktiken.
Open to marriage: 15.000,- per month
Ukrainische Sexarbeiterinnen dominieren Dohas Escort Markt
Vorbild Saudi Arabien
Ja, diese Katarer tun alles, damit sich die ausländischen Gäste wohlfühlen. Haben sie sich bestimmt ein wenig am saudischen Nachbarn orientiert, der trotz Massenhinrichtungen (81 allein am 17. März 2022), Folter, Mord und Handabhacken, jede Menge Waffen aus Deutschland geliefert bekommt – aktuell 270 Leopard-Panzer. Damit könnte die Ukraine womöglich den Krieg tatsächlich gewinnen. Aber gut, was soll’s, wir sind seit dem Irak-Krieg Waffenbrüder der Saudis und die Ukraine-Ausgaben müssen ja irgendwo wieder reingeholt werden.

Geld stinkt nicht.
Und nachdem das mit den Saudis so gut funktioniert, nehmen wir ihre Nachbarn, diese Katarer, halt auch noch ins Boot unserer Wertegemeinschaft auf. Sie dürfen jetzt mit uns Ballspielen. Dürfen uns Gas verkaufen. Dürfen ungeniert in deutsche Hafenlogistik (Hapag-Lloyd) investieren und große Teile von Unternehmen wie Volkswagen, Siemens oder Deutsche Bank besitzen. Allesamt Firmen, deren Finanzkraft maßgeblich mitentscheidet, wer in Deutschland an der Macht ist. Wertebasierte Außenpolitik nennt sich das. Wie ich das mal meinem Enkel erklären soll, weiß ich nicht. Vielleicht einfach: Iwan böse, Kameltreiber gut! Oder auch: Geld stinkt nicht!

Qatar-Inkarnationen stehen hoch im Kurs.
Qatar dürfte in Sachen Seelenwanderung an Halloween hoch im Kurs stehen. Also zumindest die echten Katarer. Davon gibt es nämlich nur 300.000, und die müssen nicht arbeiten für ihren Lebensunterhalt, da sie diesen vom Emir finanziert bekommen. Ist somit vielleicht keine schlechte Wahl, wenn man sich als Seele ein bequemes Leben aussuchen möchte. Immer schönes Wetter, genug Kohle, moderne Sportstätten, jede Menge Huren, und falls es mal Krieg geben sollte, schickt Deutschland seine Truppen. Also warum nicht?





